Donnerstag 11.08.2016 – 18 Uhr: WM-Generalprobe in Neuss

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Neuss. Am Donnerstag wird es hochkarätig akrobatisch auf dem Nixhof in Neuss: Eine Woche vor der Voltigier-Weltmeisterschaft im französischen Le Mans laden die erfolgreichsten Pferdeakrobaten der Welt um Meistertrainerin Jessica Lichtenberg ab 18 Uhr zur bereits traditionellen öffentlichen Generalprobe in der Starsky-Halle ein. Die 35-Jährige verspricht „französisches Flair“.

Dem Aufruf folgen sind neben den eigenen drei Medaillen-Jägern – Janika Derks, Johannes Kay und Leon Hüsgen – die deutsche Top-Athleten Jannis Drewell und Daniel Kaiser sowie das brasilianische Team.

Vor allem für Janika Derks wird das Championat im Nordwesten Frankreichs eine echte Herausforderung. Die 26-jährige Physiotherapeutin tritt nicht nur im Einzel-Wettbewerb der Damen im Zirkel an, sondern gemeinsam mit dem gebürtigen Flensburger Kay (21) auch im Pas-de-Deux. Mit ihrem Pferd Auxerre und Lichtenberg an der Longe zählen die Mannschafts-Welt- und Europameister, die in dieser Saison erstmals das Projekt Doppelvoltigieren wagen, im Wettstreit mit der etablierten und eingespielten Konkurrenz aus Österreich, Deutschland und den USA zum erweiterten Favoriten-Kreis. Die Ausnahme-Athleten können jederzeit für eine Überraschung sorgen. Am Donnerstag wollen sie ein letztes Mal im Wettkampf-Modus testen, ehe es für die Vierbeiner schon am Sonntag nach Le Mans aufgeht. Neben der Pas-de-Deux-Kür wird Derks auch ihre drei Einzel-Programme (Pflicht, Kür, Technikprogramm) präsentieren. Der RSV-Schützling machte in dieser Saison im internationalen Wettstreit bereits mächtig Eindruck, glänzte mit Siegen im niederländischen Ermelo und Krumke (Sachsen-Anhalt) sowie Rang zwei beim Weltfest des Pferdesports, dem CHIO Aachen. Damit turnte sie sich ganz klar in die Rolle einer haushohen Medaillen-Favoritin.

Auch Leon Hüsgen, der für die Nixhofer bei der parallel ausgetragenen U18-Europameisterschaft an den Start geht, zeigte zuletzt ganz starke Leistungen. Im mecklenburgischen Redefin verpasste der 17-Jährige vor einer Woche den Titel bei den Junioren auf dem Rücken von Smarti nur um Haaresbreite. Gemeinsam mit Longenführerin Elisabeth Simon will der Rheinländer in Le Mans ebenfalls nach Edelmetall greifen. Bundestrainerin Ulla Ramge, die sich die Generalprobe gemeinsam mit Disziplintrainer Kai Vorberg vor Ort anschauen wird, hält dies für ein realistisches Ziel.

Zusätzlich zu den Lokalmatadoren haben zwei A-Kader-Herren ihre Teilnahme am Spektakel in Neuss zugesagt: Jannis Drewell aus dem westfälischen Steinhagen, der im vergangenen Jahr die Goldmedaille bei der EM in Aachen gewann, wird seine Darbietungen ebenso testen wie der amtierende Weltcup-Sieger Daniel Kaiser aus Leipzig. Komplettiert wird das „exklusive und hochkarätige Programm“ (O-Ton Lichtenberg) vom brasilianischen Nationalteam. Die Südamerikaner bereiten sich derzeit in Köln und Neuss auf das globale Championat vor.

Förderpreis “Beste Neustarter” bei der DJM in Redefin vergeben

Foerderpreis Beste Neustarter DJM 2016 Voltigieren

Die Interessen- und Fördergemeinschaft “Der Voltigierzirkel e. V.“ stiftete anlässlich der Deutschen Jugendmeisterschaften 2016 in Redefin (29. bis 31. Juli 2016) einen Ehrenpreis in Höhe von insgesamt 800,- Euro für die besten Neustarter im Voltigierwettbewerb.

Die Preisträger in diesem Jahr waren:
Juniorteam Ingelheim (Jürgen Köhler, Poker)
Marie Dierßen (Barbara Rosiny, Dark Beluga)
Simon Stolz (Jürgen Köhler, Nabucco)

Eine Gruppe und je ein männlicher und weiblicher Einzelvoltigierer kamen in den Genuss eines Geldpreises, der zweckgebunden (Ausrüstung zum Voltigieren) vergeben wurde. Bedingung: Sie mussten zum ersten Mal im Starterfeld einer DJM vertreten sein. Der und die jeweils Bestplatzierte erhielten einen Gutschein über 400,- Euro (Gruppe) bzw. 200,- Euro (Einzel).

Obwohl das Juniorteam Ingelheim aus dem Juniorteam des Laubenheimer RV hervorging, das bereits mehrfach an einer DJM teilnahm, entschied sich der Vorstand von “Der Voltigierzirkel e. V.”, dem Juniorteam Ingelheim den Preis zu übergeben. Vier Aspekte waren dabei ausschlaggebend:
1. Die Gruppe hat den Verein gewechselt
2. Der Longenführer wurde ausgetauscht
3. Das Pferd ist neu
4. Die Hälfte der Gruppe hat bislang an keiner DJM teilgenommen

Entstehungsgeschichte des Förderpreises
Die Förderung des Voltigiersports ist das erklärte Ziel von “Der Voltigierzirkel e. V.”. Einer der Ansätze hierfür ist es, die Leistungsträger von morgen zu unterstützen. Aus diesem Grund erweckte der Vorstand des Vereins im Jahr 2005, anlässlich der Deutschen Meisterschaft der Voltigierer in Leipzig, den Förderpreis “Beste Neustarter DM“ zum Leben. 2009 wurde erstmals der Förderpreis an die besten Neustarter bei den Junioren vergeben. Seit 2013 wird der Förderpreis “Beste Neustarter“ nur noch im Juniorbereich vergeben.

Pressemeldung von Felix Bender
Foto: Anne Kubig

DJM Voltigieren: Titel für Klehe, Xander, Mainz-Ebersheim und Gröller/Horn

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Redefin. Die Titel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften (DJM) Voltigieren im mecklenburgischen Redefin gehen nach Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern. Die Mannschaft des VFZ Mainz-Ebersheim II sicherte sich die U18-Krone bei den Teams. Bei den Einzelvoltigierern triumphierten am Ende Maxa Xander und Gregor Klehe. Bundessieger im Doppelvoltigieren wurden Luisa Horn und Gwendolyn Gröller aus Bayern.

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„Aachen? Ohne Frage das Highlight der Saison.“ – Im Gespräch mit Ulla Ramge, Bundestrainerin Voltigieren

Portraits Voltigierteam 2014

Sie sind die Akrobaten auf dem Pferd und sorgen mit ihren spektakulären Flugeinlagen und turnerischen Höchstleistungen stets für ein restlos begeistertes Publikum: Seit 2007 gehören die Voltigierer zum CHIO Aachen dazu. Nun hat die Arbeitsgruppe Spitzensport des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) entschieden, welche Teams und Einzelsportler sie zum CHIO Aachen 2016 (8. bis 17. Juli) entsenden wird. Wir sprachen mit Bundestrainerin Ulla Ramge über die Nominierungen.

Sind Sie zufrieden mit den Teams und Athleten, die beim CHIO Aachen für Deutschland an den Start gehen werden?

Ramge: Natürlich. Es reisen nur die Besten der Besten in Aachen an, diejenigen, die in letzter Zeit Topleistungen gezeigt haben. Dabei sprechen wir in manchen Bereichen aber von einem wahren Luxusproblem. Bei den Herren zum Beispiel könnten wir locker acht statt vier Topathleten nach Aachen schicken. Wir kommen mit sehr starken Herren, die sich in der Albert-Vahle-Halle eine „Schlacht der Giganten“ liefern werden. Auch bei den Damen sind wir mit Weltklasse-Voltigiererinnen dabei, z. B. die Vizeeuropameisterin Corinna Knauf.

Und wie sieht es bei den Teams aus?

Ramge: Der Start des amtierenden Welt- und Europameisters, das Team RSV Neuss-Grimlinghausen, ist noch nicht sicher, das Team konnte ja schon nicht am CVI*** in Krumke teilnehmen, da die Stute Delia vorübergehend pausieren musste. Aber insbesondere der VV Köln-Dünnwald ist ein ausgesprochen starkes Team, das Aachen auch kennt. Es wird unter anderem mit einer wunderschönen Kür zu Musik aus „König der Löwen“ in Aachen auftreten. Beim Pas de Deux werden dieses Jahr zwei neue Paare an den Start gehen. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich in Aachen präsentieren werden.

Und wie sind Ihre Erwartungen?

Ramge: Natürlich hoch. Aachen ist das erste Highlight der Saison und hier wird auch die Fahrkartenvergabe für die Weltmeisterschaft in Le Mans erfolgen. Daher werden sich alle Athleten noch einmal ins Zeug legen. Zudem trifft beim CHIO Aachen die absolute Weltspitze aufeinander. Das werden für uns drei spannende Tage. Die teilnehmenden Teams und Athleten aus Frankreich werden unsere Hauptkonkurrenten sein, aber auch Österreich, die Schweiz und die USA sind sehr stark.

Was bedeutet für die Voltigierer die Teilnahme am CHIO Aachen?

Ramge: Aachen ist in diesem Jahr der letzte große Schritt vor den Weltmeisterschaften. Alle reißen sich um eine Teilnahme, für viele ist sie ein großer Traum. Das Besondere sind nicht nur die hervorragenden sportlichen Bedingungen und die perfekte Organisation, sondern auch das ganze Flair. Hier ist alles eine Liga höher: Von der Zuschauerzahl bis zur Medienpräsenz. Ich kenne kein anderes Turnier, bei dem das Teilnehmerfeld regelmäßig so hochkarätig ist und Topsportler aus aller Welt vertreten sind. Wir freuen uns wie jedes Jahr riesig auf Aachen!

Tickets für den CHIO Aachen 2016:

Hotline: 0241-917-1111

Online: www.chioaachen.de/tickets

Diese Teams und Athleten werden für Deutschland beim CHIO Aachen antreten:

Teams

VV Ingelsberg I mit Lazio und Alexander Hartl

VV Köln-Dünnwald I mit Danny Boy und Patric Looser

Einzelvoltigieren Damen

Kristina Boe mit Don de la Mar und Winnie Schlüter

Janika Derks mit Auxerre und Jessica Lichtenberg

Corinna Knauf mit Fabiola und Alexandra Knauf

Pauline Riedl mit Auxerre und Jessica Lichtenberg

Einzelvoltigieren Herren

Thomas Brüsewitz mit Bigstar und Irina Lenkeit

Jannis Drewell mit Diabolus und Simone Drewell

Jannik Heiland mit Highlander und Winnie Schlüter

Daniel Kaiser mit Down Under und Nina Vorberg

Pas de Deux

Janika Derks/Johannes Kay mit Auxerre und Jessica Lichtenberg

Jolina Ossenberg-Engels/Timo Gerdes mit Dragoner und Nina Vorberg

Deutsche Teilnehmer für CHIO Aachen stehen fest

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Nach dem CVI*** in Krumke hat die Arbeitsgruppe Spitzensport des DOKR entschieden, wer die deutschen Farben beim CHIO in Aachen vertreten darf. Dies sind die Teams und Athleten:

Teams:

VV Ingelsberg I mit Lazio und Alexander Hartl

VV Köln-Dünnwald I mit Danny Boy und Patric Looser

Einzelvoltigieren Damen:

Kristina Boe mit Don de la Mar und Winnie Schlüter

Janika Derks mit Auxerre und Jessica Lichtenberg

Corinna Knauf mit Fabiola und Alexandra Knauf

Pauline Riedl mit Auxerre und Jessica Lichtenberg

Einzelvoltigieren Herren:

Thomas Brüsewitz mit Bigstar und Irina Lenkeit

Jannis Drewell mit Diabolus und Simone Drewell

Jannik Heiland mit Highlander und Winnie Schlüter

Daniel Kaiser mit Down Under und Nina Vorberg

Pas de Deux:

Janika Derks/Johannes Kay mit Auxerre und Jessica Lichtenberg

Jolina Ossenberg-Engels/Timo Gerdes mit Dragoner und Nina Vorberg