„Aachen? Ohne Frage das Highlight der Saison.“ – Im Gespräch mit Ulla Ramge, Bundestrainerin Voltigieren

Portraits Voltigierteam 2014

Sie sind die Akrobaten auf dem Pferd und sorgen mit ihren spektakulären Flugeinlagen und turnerischen Höchstleistungen stets für ein restlos begeistertes Publikum: Seit 2007 gehören die Voltigierer zum CHIO Aachen dazu. Nun hat die Arbeitsgruppe Spitzensport des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) entschieden, welche Teams und Einzelsportler sie zum CHIO Aachen 2016 (8. bis 17. Juli) entsenden wird. Wir sprachen mit Bundestrainerin Ulla Ramge über die Nominierungen.

Sind Sie zufrieden mit den Teams und Athleten, die beim CHIO Aachen für Deutschland an den Start gehen werden?

Ramge: Natürlich. Es reisen nur die Besten der Besten in Aachen an, diejenigen, die in letzter Zeit Topleistungen gezeigt haben. Dabei sprechen wir in manchen Bereichen aber von einem wahren Luxusproblem. Bei den Herren zum Beispiel könnten wir locker acht statt vier Topathleten nach Aachen schicken. Wir kommen mit sehr starken Herren, die sich in der Albert-Vahle-Halle eine „Schlacht der Giganten“ liefern werden. Auch bei den Damen sind wir mit Weltklasse-Voltigiererinnen dabei, z. B. die Vizeeuropameisterin Corinna Knauf.

Und wie sieht es bei den Teams aus?

Ramge: Der Start des amtierenden Welt- und Europameisters, das Team RSV Neuss-Grimlinghausen, ist noch nicht sicher, das Team konnte ja schon nicht am CVI*** in Krumke teilnehmen, da die Stute Delia vorübergehend pausieren musste. Aber insbesondere der VV Köln-Dünnwald ist ein ausgesprochen starkes Team, das Aachen auch kennt. Es wird unter anderem mit einer wunderschönen Kür zu Musik aus „König der Löwen“ in Aachen auftreten. Beim Pas de Deux werden dieses Jahr zwei neue Paare an den Start gehen. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich in Aachen präsentieren werden.

Und wie sind Ihre Erwartungen?

Ramge: Natürlich hoch. Aachen ist das erste Highlight der Saison und hier wird auch die Fahrkartenvergabe für die Weltmeisterschaft in Le Mans erfolgen. Daher werden sich alle Athleten noch einmal ins Zeug legen. Zudem trifft beim CHIO Aachen die absolute Weltspitze aufeinander. Das werden für uns drei spannende Tage. Die teilnehmenden Teams und Athleten aus Frankreich werden unsere Hauptkonkurrenten sein, aber auch Österreich, die Schweiz und die USA sind sehr stark.

Was bedeutet für die Voltigierer die Teilnahme am CHIO Aachen?

Ramge: Aachen ist in diesem Jahr der letzte große Schritt vor den Weltmeisterschaften. Alle reißen sich um eine Teilnahme, für viele ist sie ein großer Traum. Das Besondere sind nicht nur die hervorragenden sportlichen Bedingungen und die perfekte Organisation, sondern auch das ganze Flair. Hier ist alles eine Liga höher: Von der Zuschauerzahl bis zur Medienpräsenz. Ich kenne kein anderes Turnier, bei dem das Teilnehmerfeld regelmäßig so hochkarätig ist und Topsportler aus aller Welt vertreten sind. Wir freuen uns wie jedes Jahr riesig auf Aachen!

Tickets für den CHIO Aachen 2016:

Hotline: 0241-917-1111

Online: www.chioaachen.de/tickets

Diese Teams und Athleten werden für Deutschland beim CHIO Aachen antreten:

Teams

VV Ingelsberg I mit Lazio und Alexander Hartl

VV Köln-Dünnwald I mit Danny Boy und Patric Looser

Einzelvoltigieren Damen

Kristina Boe mit Don de la Mar und Winnie Schlüter

Janika Derks mit Auxerre und Jessica Lichtenberg

Corinna Knauf mit Fabiola und Alexandra Knauf

Pauline Riedl mit Auxerre und Jessica Lichtenberg

Einzelvoltigieren Herren

Thomas Brüsewitz mit Bigstar und Irina Lenkeit

Jannis Drewell mit Diabolus und Simone Drewell

Jannik Heiland mit Highlander und Winnie Schlüter

Daniel Kaiser mit Down Under und Nina Vorberg

Pas de Deux

Janika Derks/Johannes Kay mit Auxerre und Jessica Lichtenberg

Jolina Ossenberg-Engels/Timo Gerdes mit Dragoner und Nina Vorberg

Deutsche Teilnehmer für CHIO Aachen stehen fest

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Nach dem CVI*** in Krumke hat die Arbeitsgruppe Spitzensport des DOKR entschieden, wer die deutschen Farben beim CHIO in Aachen vertreten darf. Dies sind die Teams und Athleten:

Teams:

VV Ingelsberg I mit Lazio und Alexander Hartl

VV Köln-Dünnwald I mit Danny Boy und Patric Looser

Einzelvoltigieren Damen:

Kristina Boe mit Don de la Mar und Winnie Schlüter

Janika Derks mit Auxerre und Jessica Lichtenberg

Corinna Knauf mit Fabiola und Alexandra Knauf

Pauline Riedl mit Auxerre und Jessica Lichtenberg

Einzelvoltigieren Herren:

Thomas Brüsewitz mit Bigstar und Irina Lenkeit

Jannis Drewell mit Diabolus und Simone Drewell

Jannik Heiland mit Highlander und Winnie Schlüter

Daniel Kaiser mit Down Under und Nina Vorberg

Pas de Deux:

Janika Derks/Johannes Kay mit Auxerre und Jessica Lichtenberg

Jolina Ossenberg-Engels/Timo Gerdes mit Dragoner und Nina Vorberg

Junioren-EM Voltigieren: Nominierungen stehen fest

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Mainz-Ebersheim, sechs Einzelvoltigierer und ein Pas-de-Deux fahren im August nach Le Mans

Warendorf. Im Anschluss an den Preis der Besten der Voltigierer in Warendorf haben Bundestrainerin Ulla Ramge, Disziplintrainer Kai Vorberg und die Arbeitsgruppe Nachwuchssport Voltigieren des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) die deutschen Vertreter für die Junioren-Weltmeisterschaft benannt. Das Championat wird vom 18. – 21. August im französischen Le Mans ausgetragen. Erstmals qualifizieren konnten sich Mainz-Ebersheim (Rheinland-Pfalz), Mara Xander (Baden-Württemberg), Hannah Steverding (Rheinland-Pfalz), Konstanin Näser (Baden-Württemberg) und Leon Hüsgen (Rheinland) sowie Diana Harwardt und Julian Kögl (Berlin-Brandenburg).

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Preis der Besten Voltigieren: Mainz-Ebersheim gewinnt erstmals

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Weitere Siege für Gregor Klehe, Franziska Peitzmeier, Julian Kögl und Diana Harwardt / Zukunftstrophy geht an Sarah Kintrup

Warendorf (fn-press). Die vier Siege bei den Voltigierwettbewerbe im Rahmen des Preis der Besten (PdB) in Warendorf gehen an vier verschiedene Landesverbände: Den Triumph im Königswettkampf der Teams sicherte sich erstmals die Mannschaft vom VFZ Mainz-Ebersheim für Rheinland-Pfalz. Bei den Einzelvoltigierern dominierten Gregor Klehe für Bayern und Franziska Peitzmeier für Westfalen. Im Pas-de-Deux gewannen Julian Kögl und Diana Harwardt für Berlin-Brandenburg. Ein voller Erfolg war die erstmals ausgetragene Zukunftstrophy, die Sarah Kintrup aus Bayern gewann.

Die Sieger aus dem Jahr 2014 (Brakel/Westfalen) und auch die Vorjahres-Gewinner vom VV Ingelsberg aus Bayern hatten in anno 2016 das Nachsehen. Mit 7,526 setzten sich im Endergebnis die Rheinland-Pfälzer vom Juniorteam VFZ-Mainz-Ebersheim II durch. Die Mannschaft wurde von Alexandra Dietrich longiert und startete auf dem erfahrenen Pferd Celebration. Bereits in der Pflicht hatte sich die Mannschaft fast drei Zehntel Vorsprung erarbeitet. In der ersten Kür am Samstag hatte sich dann Brakel, der Vize-Europameister von 2014, knapp durchgesetzt. Mit dem finalen Kürauftritt machten die Rheinland-Pfälzer dann in der Summe ihren ersten Preis-der-Besten-Triumph mit einem deutlichen Sieg perfekt. 7,925 Punkte bedeuteten die Höchstwertung des Wochenendes bei den Gruppen. Platz zwei sicherten sich die letztjährigen Championatsvertreter vom VV Ingelsberg. Die Mannschaft um Longenführerin Elisabeth Aichner voltigierte auf dem Rücken von Holt’s Romeo zu 7,384 Punkten in der Totalen. Auf Platz drei landeten die Westfalen aus Brakel mit Anna Brinkmann an der Longe auf Dorian Grey (7,28).

Trotz des verpassten Sieges in der Teamwertung durfte sich Brakel über einen PdB-Titel freuen. Den sicherte sich Franziska Peitzmeier in der Damen-Einzelkonkurrenz. Die Westfälin, die im vergangenen Jahr bei den Junioren-Weltmeisterschaften im niederländischen Ermelo mit Platz zwei für eine Sensation gesorgt hatte, untermauerte ihre starke Verfassung mit konstant guten Leistungen in allen vier Prüfungen. Sie gewann auf dem Rücken von Dorian Grey – longiert von Anna Brinkmann – die erste Pflicht und die erste Kür und legte mit Platz zwei in der zweiten Pflicht und ebenfalls Rang zwei in der Finalkür nach. In der Summe siegte die 16-Jährige deutlich mit 7,601 Punkten. Platz zwei eroberte Nina Rauls vom Landesverband Hannover. Die Athletin gewann auf Radix an der Longe von Ann Kristin Barton die Finalkür und schob sich damit auf Platz zwei (7,471). Platz drei ging an die Baden-Württembergerin Mara Xander mit Luigi und Longenführerin Andrea Blatz (7,435). Die weiteren Plätze gingen an Hannah Steverding (Rheinland-Pfalz/7,317) und Kathrin Meyer (Schleswig-Holstein/7,257).

Noch souveräner turnte der Bayer Gregor Klehe zum Sieg bei den Herren. Der Championatsteilnehmer aus dem Vorjahr hatte für die Saison 2016 in seinen Programmen noch einmal spürbar an Power und Ausdrucksstärke nachgelegt. Vom ersten Start an ließ der Ingelsberger keine Zweifel an seiner Dominanz aufkommen, gewann alle vier Wettbewerbe – teils sogar mit riesigen Abständen auf die Konkurrenz. Erfolgsgarant war einmal mehr Adlon, der an der Longe von FN-Voltigiermeister Alexander Hartl stets Spitzen-Wertungen kassierte. In der Totalen kam der erst 15-Jährige auf ganz starke 7,804 Punkte. Platz zwei sicherte sich Konstantin Näser für den Landesverbans Baden-Württemberg (7,262). Persönliches Highlight des süddeutschen Pferdeakrobaten war die Finalkür, in der er sich mit 8,022 Zählern nur hauchdünn dem Sieger geschlagen geben musste. Platz drei ging an Philipp Stippel (Westfalen/6,915).

Im Pas-de-Deux setzten sich Julian Kögl und Diana Harwardt mit Longinus und Longenführerin Andrea Harwardt durch. Das Duo aus Berlin-Brandenburg verbuchte nach zwei Kür-Durchgängen 7,411 Punkte. Den Tagessieg am Sonntag sicherten sich Gina Herrmann und Ina Rick vom Landesverband Rheinland-Pfalz mit Celebration (Longe: Alexandra Dietrich). In der Summe kamen sie auf 7,258 Punkte und Platz zwei. Rang drei ging an die Bayerinnen Gwendolyn Gröller und Luisa Horn auf Amantillado, longiert von Julia Handel (7,178).

Ein großer Erfolg war die erstmalige Ausrichtung der Zukunftstrophy im Rahmen des Preis der Besten. Insgesamt elf Starterinnen im vorgegebenen Alter zwischen 12 und 14 Jahren aus neun Landesverbänden hatten genannt. Am Ende siegte Sarah Kintrup aus Bayern. Die Zwölfjährige voltigierte auf Donatelli – longiert von Julia Handel – nach jeweils einem Pflicht- und einem Kürdurchgang zu 6,915 Puntken. Platz zwei holte ihre Landesverbandskollegin Annemie Szemes (6,842), Rang drei ging an Ronja Kähler aus Berlin-Brandenburg (6,842). Bundestrainerin Ulla Ramge und Disziplintrainer Kai Vorberg zeigten sich begeistert von den Leistungen der jungen Akteure, ebenso Ex-Bundestrainerin Helma Schwarzmann, die die Prüfungen als Richterin wertete.

Mit der FN zur Weltmeisterschaft nach Le Mans

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Bereits vor vier Jahren standen die deutschen Voltigierer anlässlich der Weltmeisterschaften im französischen Le Mans im Medaillenregen. Und auch 2016 kehren sie wieder in der „Boulerie Jump“ ein, einem international bedeutenden Reitzentrum im Herzen Frankreichs. Das Hoffen, Bangen und vielleicht auch Jubeln bei den spektakulären Auftritten der Einzel- und Mannschaftsvoltigierer bei den Weltmeisterschaften können die Persönlichen Mitglieder auch dieses Mal live miterleben.

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‘Die Pferdeprofis Vol. 2′ mit Sandra Schneider & Bernd Hackl

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Die beliebte VOX-Coaching-Doku geht in die zweite Runde. 10 Folgen erscheinen auf dem 3 DVD-Set “Die Pferdeprofis Vol. 2″. In dem neuen Sammelwerk lösen die beiden in insgesamt zehn Folgen wieder zwanzig spannende Fälle. Bei der VOX-Coaching Doku „Die Pferdeprofis“ sitzen alle Freunde dieser beeindruckenden Tiere in der ersten Reihe, wenn es für Sandra Schneider und Bernd Hackl darum geht, den richtigen Ansatz in der Arbeit mit ihren Problemfällen zu finden. Schließlich will ja keiner das Ross von hinten aufzäumen. Bei der Arbeit mit Pferden sind besonders Kreativität, viel Feingefühl und ein hohes Maß an Fachkenntnis im Training gefragt. Das Ziel: Mensch und Tier wieder zu einer glücklichen Einheit zu formen, um sie gemeinsam ohne Bedenken in den Alltag entlassen zu können.

Die DVD erscheint am 18. März 2016 und ist u.a. hier erhältlich: amazon.de