„Gegen eine gute Platzierung haben wir natürlich nichts“ – Vorjahres-Sieger will die Titelverteidigung mit neuer Partnerin

Torben Jacobs (25) geht diesmal mit Theresa-Sophie Bresch (24) ins Rennen um die Pas-de-Deux-Krone / Mit VoltigierService gibt es 20 % Rabatt

Dortmund (VoltigierService). Das FEI Weltcup-Finale der Voltigierer kehrt zurück zum SIGNAL IDUNA Cup nach Dortmund. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr werden die weltbesten Pferdeakrobaten beim Showdown der Winter-Weltmeisterschaft vom 2. bis 5. März 2017 erneut ihre Sieger in den drei Kategorien Damen, Herren und Pas-de-Deux küren. Im Pas-de-Deux war es selten so spannend wie in diesem Jahr. Als große Mitfavoriten gehen Theresa-Sophie Bresch (24) und Torben Jacobs (25) ins Rennen in den Westfalenhallen. Die beiden hocherfolgreichen Meister-Voltigierer gehören zum neu gegründeten Team NORKA des Voltigiervereins Köln-Dünnwald und feierten bereits 2011 einen großen internationalen Triumph mit dem Gewinn der Europameisterschaft. Im Anschluss eroberte Jacobs mit Pia Engelberty die Pas-de-Deux-Welt, bis Engelberty mit dem Sieg im vergangenen Jahr in Dortmund ihre Karriere beendete. Nun strebt Jacobs der Titelverteidigung entgegen – ein Kunststück, das in der Geschichte des Weltcups im Doppel noch niemandem gelungen ist. VoltigierService sprach mit den Rheinländern über Vergangenheit, Zukunft und ihre Chancen für Dortmund.

Nach dem Titel für Herrn Jacobs im vergangenen Jahr, wie haben Sie sich im Laufe der Saison 2016 aus eigener Sicht entwickelt?

Wir finden, wir haben uns sehr gut im Verlauf der vergangenen Saison entwickelt. Unser Ziel für das Jahr war es, wieder zueinander zu finden, eine Einheit zu werden und eine gemeinsame Basis zu schaffen. Wir haben 2011 ja schon einmal eine Saison gemeistert, aber nach so vielen Jahren wieder zusammen zu voltigieren, geht halt nicht mal eben so. Dennoch waren wir überrascht, wie gut es am Anfang funktioniert hat. Wir haben von Training zu Training und von Start zu Start gemerkt, wie es einfach immer besser und harmonischer lief.

Was macht Sie in diesem Winter im Vergleich zum Sommer noch stärker?

Was uns auf jeden Fall stärker macht, ist das regelmäßige Training am Boden, Turnpferd, auf dem galoppierenden Holzpferd „Movie“ und natürlich auf dem Pferd. Dadurch sind wir immer besser eingespielt. Da wir uns wirklich spät im Jahr 2016 für einen gemeinsamen Neuanfang entschieden haben und die Saison bereits begonnen hatte, war es schwierig direkt ein regelmäßiges Training und einen festen Trainingsrahmen zu schaffen. Über die Saison hat sich alles bei uns eingependelt und wir haben ein tolles Team an unserer Seite. Des Weiteren bringt uns jeder gemeinsame Wettkampf weiter. Erfolge sowie Misserfolge stärken den Zusammenhalt. Zusätzlich haben wir ein konstantes Team. Mit Picardo haben wir ein tolles Pferd sowie Alexandra Knauf und Patric Looser als Trainer und Longenführer. Gegenseitig können wir uns aufeinander verlassen.

Wie hat sich der Weltcup der Voltigierer aus Ihrer Sicht entwickelt und weiterentwickelt?

Der Weltcup hat sich gut entwickelt und vor allem schon über einen langen Zeitraum im Pferdesport integriert. Er bietet dem Voltigieren eine tolle Möglichkeit sich zu präsentieren und den Sport publik zu machen. In den letzten Jahren konnten besonders ausländische Veranstalter mit Madrid und Mechelen für das Voltigieren gewonnen werden, was für uns zeigt, dass Voltigieren immer mehr Aufsehen erlangt. Und das ist dem Konzept des Weltcups zu verdanken. Besonders schön für uns persönlich war in diesem Jahr natürlich der Sieg in Leipzig, für uns jedes Jahr das Highlight der Weltcup-Qualifikation. Dort lief es für uns einfach richtig gut.

Was bedeutet das Finale in Dortmund für Sie? Wie lautet die Zielsetzung?

Finale in Dortmund: Das ist einfach Wow. Klar war es irgendwie ein Ziel, sich für den Signal Iduna Cup zu qualifizieren. Aber wir sind ja mit neuem Team (Pferd Picardo und Alexandra Knauf/ Patric Looser) in die Weltcup-Saison gestartet und haben es als gute Vorbereitung auf die kommende Saison gesehen. Deswegen freuen wir uns umso mehr, dass wir eine gute Qualifikation gezeigt haben. Das bedeutet ja auch, dass wir alles richtig über die Saison hinweg gemacht haben und uns ganz gut in der kurzen Zeit zurück in den internationalen Sport gekämpft haben. Denn als wir im Sommer wieder gemeinsam angefangen haben, war eine Qualifikation für die Weltcups erstmal in weiter Ferne. Es ist genial, dass wir uns in dieser kurzen Zeit für die Winter-Saison qualifizieren konnten und nun sogar im Finale in Dortmund starten dürfen. Dies ist eine Bestätigung für unser Team und motiviert für das weitere Training und die kommende Saison. Unser Ziel für Dortmund ist es, unsere Leistung abzurufen und drei saubere harmonische Runden zu turnen. Was dann letztendlich dabei rumkommt, muss man sehen. Gegen eine gute Platzierung haben wir natürlich nichts.

Herr Jacobs, was schätzen Sie besonders an Frau Bresch? Was unterscheidet sie von Frau Engelberty?

Besonders an Thessy mag ich ihre ruhige und konzentrierte Art, an die Sachen heranzugehen. Dadurch arbeiten wir einfach super zusammen. Sie ist ein sehr angenehmer Mensch, mit dem man sich gerne umgibt. Wir verstehen uns auch neben dem Training super und haben auch immer viel zu lachen. Pia und Thessy sind vom sportlichen Typ her ganz unterschiedlich und haben turnerisch auch andere Qualitäten. Das finde ich super. Es macht einfach Spass, sich dadurch immer neu zu erfinden. Thessy bringt etwas ganz Eigenes mit.

Frau Bresch, nerven die ständigen Vergleiche mit Frau Engelberty sehr? Wie gehen Sie damit um?

Ich denke, Pia und ich sind sehr unterschiedliche Personen. Wir bringen unterschiedliche Qualitäten mit. Torben und ich wollen nicht „Pia und Torben“ weiterleben zu lassen, sondern uns als „Thessy und Torben“ neu erfinden. Ich denke das ist gut. Einzigartigkeit kann man schwer vergleichen. Ansonsten waren Torben und ich zwar 2011 gemeinsam Europameister, aber das Pas-de-Deux hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt und Pia und Torben hatten gemeinsam tolle Programme. Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung und hoffe, ich kann mit Torben auf eine andere Art und Weise ähnliche Erfolge erzielen und Richter und Zuschauer begeistern.

Was macht Sie und Ihr Pferd, Longenführer und Team aus? Wo liegen Ihre Stärken?

Mit Picardo trainieren wir erst seit Ende September 2016. Er ist noch nicht so lange in Köln und ist letztes Jahr mit unserem Juniorteam seine erste Saison gelaufen. Bei uns heißt er liebevoll „Karl“, auch wenn er im Umgang nicht immer ganz einfach und oft ein richtiger Quatschkopf ist. Er hat eine sehr angenehme Galoppade und einen tollen Rücken zum Turnen. Im Wettkampf können wir uns komplett auf ihn verlassen, das gibt viel Sicherheit. Über den Winter haben wir uns als Team super zusammengefunden und harmonieren immer besser. Mit Alexandra Knauf und Patric Looser haben wir auch zwei tolle Trainer und Longenführer an unserer Seite, die uns bei wichtigen Entscheidungen unterstützen. Die Trainingsbedingungen in Köln sind hervorragend. Wir können bei Turnieren immer mit einem guten Gefühl der optimalen Vorbereitung einlaufen und das gibt viel Sicherheit. Wir sind froh, dass wir so ein starkes Team an unserer Seite haben, ohne das wäre es nicht möglich.

Infos zum Qualifikationsweg

Im Laufe der Qualifikations-Etappen sammelten Bresch und Jacobs mit dem zweiten Platz in Salzburg und einem Sieg in Leipzig insgesamt 28 Zähler – das reicht für Rang zwei des Weltcup-Rankings. In der Saison 2016 hatten sich die Bundeskader im internen deutschen Wettstreit um die WM-Tickets nach einem Sieg beim CVI in Bern mit Platz fünf beim CHIO in Aachen nicht durchsetzen können und rangieren in der Weltrangliste aktuell nur auf Platz 10. Dass das Paar aber definitiv zur obersten Weltspitze gehört, bewies es auf den Qualifikations-Etappen des Weltcups, bei denen es immer mehr zur ursprünglichen Harmonie fand.

Zahlen & Fakten
Die Vorjahres-Sieger: Simone Jäiser (SUI/beendete nach Dortmund ihre Karriere), Daniel Kaiser (GER/Delitzsch), Pia Engelberty und Torben Jacobs (GER);
erste Weltcup-Saison wurde 2011 mit dem Finale in Leipzig beendet;
Dortmund 2017 ist das siebte Finale in der Geschichte des Voltigier-Sports;
das Weltcup-Finale wurde bislang dreimal in Deutschland ausgetragen (Leipzig 2011, Braunschweig 2013, Dortmund 2016), zweimal in Bordeuax / FRA (2012 und 2014) und einmal in Graz / AUT (2015);
sechs Damen und Herren und vier Pas-de-Deux sind für das Finale qualifiziert;
Rekord-Teilnehmerin: Anna Cavallaro (immer dabei gewesen);
insgesamt waren 10 Athleten (von 19) aus allen drei Kategorien (Damen, Herren, Pas-de-Deux) schon 2016 in Dortmund dabei;
die meisten Weltcup-Siege in allen Disziplinen konnte bislang Deutschland einfahren (4), gefolgt von Frankreich und Schweiz (jeweils 3), Italien und Österreich (jeweils 2) und Großbritannien (1).

VoltigierService.de ist Medienpartner des Weltcup-Finals der Voltigierer in Dortmund, versorgt die Fans bereits im Vorfeld mit stets aktuellen News, Informationen und Spezial-Aktionen und bietet für alle Voltigier-Fans Tickets mit exklusiven
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(Die Daten werden an den Veranstalter weitergeleitet. Es können nur vollständig ausgefüllte Formulare bearbeitet werden.)

Zeitplan:

Donnerstag, 2. März 2017

Warm Up (freier Eintritt)

Freitag, 3. März 2017

Abendveranstaltung – 1. Umlauf Damen, Herren und Pas-de-Deux
Tra-Volta Show
Samstag, 4. März 2017

Tagesveranstaltung – Finale Damen und Pas-de-Deux

Abendveranstaltung – Tra-Volta Show

Sonntag, 5. März 2017

Tagesveranstaltung – Finale Herren