Überragende Bilanz für deutsche Voltigierer in Budapest

Schwarz-rot-goldene Equipe holt in Budapest drei Gold- und drei Silbermedaillen

Budapest. Bombenergebnis für die deutschen Voltigierer um Bundestrainerin Ulla Ramge: Bei der Weltmeisterschaft in Budapest sicherte sich die Equipe drei Gold- sowie drei Silbermedaillen und war damit die überragende Nation dieser Titelkämpfe.

Die erste Medaillenentscheidung in der „National Riding Hall“ fiel im Nationenpreis. Dieser Wettbewerb wird seit 2018 ausgetragen und soll dafür sorgen, dass bereits am zweiten Wettkampftag eine Medaillenentscheidung ansteht. Der Modus: Eine Gruppe sowie zwei Einzelvoltigierer präsentieren ihre Küren in einem ausgelagerten Wettbewerb. Die drei Wertnoten ergeben das Resultat der Nation. Vorteil: Eine zusätzlichen Medaille. Das System birgt aber auch Nachteile. Die beiden Einzelvoltigierer werden von den jeweiligen Nationaltrainern nur aufgrund der Vorleistungen nominiert. Rein sportlich kann sich also nicht jeder Voltigierer qualifizieren, sondern ist auf die Gunst der Entscheidungsträger angewiesen. Zudem treten alle Athleten, die nicht im Nationenpreis auflaufen, in einer gesonderten Prüfung an. Die Wertnoten beider Wettbewerbe werden rechnerisch zusammengefasst. Da die Starts zeitlich über den gesamten Tag verteilt sind und im konkreten Fall in Ungarn bis zu acht Stunden auseinander lagen, darf hier eine angemessene Vergleichbarkeit in Frage gestellt werden.

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U18-WM Le Mans: Gold für Ingelsberg und Lilly Warren / Arne Heers

Insgesamt sechs Medaillen für Deutschland / Jeweils Silber und Bronze im Einzel

Le Mans. Medaillenregen für die deutschen U18-Voltigierer: Die Mannschaft um Junioren-Bundestrainer Kai Vorberg hat am Entscheidungstag der Junioren-Weltmeisterschaften im französischen Le Mans insgesamt sechs Mal Edelmetall eingefahren. Gold für die schwarz-rot-goldene Equipe sicherten sich im Pferdesportzentrum Boulerie Jump – dem Pole Europeen du Cheval – das Team Ingelsberg vom Landesverband Bayern sowie Lily Warren (Oldenburg) und Arne Heers (Dörverden) vom Landesverband Weser-Ems im Pas-de-Deux. Silber gab es in den Individual-Disziplinen für Mona Pavetic (Neuss/LV Rheinland) und Philip Goroncy (Drensteinfurt/LV Westfalen), Bronze für Gianna Ronca (Monheim/LV Rheinland) und Simon Stolz (Bodenheim/LV Rheinland-Pfalz). 

Den Auftakt des finalen Wettkampftages im Département Sarthe in der Region Pays de la Loire machten die Damen. 15 Damen aus acht Nationen von Eingans des Championats 56 teilnehmenden Athletinnen hatten sich für den Showdown am vierten Wettkampftag qualifiziert. Am Ende sicherte sich die 17-jährige Österreicherin Anna Weidenauer den umkämpften Titel und sorgte somit zugleich für den allerersten Weltmeister-Titel in der Geschichte ihres hocherfolgreichen Vereins RC Wildegg aus Wien. Mit ihrem Pferd Chivas und Longenführerin Maria Lehrmann stand die Vertreterin der rot-weiß-roten Flagge am Ende bei 7,974 Punkten.

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2. WM-Sichtung Voltigieren: Fredenbeck gewinnt erstes Aufeinandertreffen der Teams

Weitere Siege gehen an Janika Derks, Johannes Kay und Thomas Brüsewitz / Nominierungs-Entscheidungen nach dritter Sichtung

Warendorf (fn-press). Am Wochenende trafen die besten Voltigierer Deutschlands zur zweiten Sichtung für die Weltmeisterschaften im ungarischen Budapest (23. – 29. August 2021) aufeinander. Bundestrainerin Ulla Ramge und die AG Spitzensport des DOKR empfingen die Sportler am Bundesleistungszentrum in Warendorf. Durchsetzen konnten sich erneut Thomas Brüsewitz (Köln) und Janika Derks (Dormagen) in den Einzelwettbewerben. Derks sicherte sich einen zusätzlichen Sieg mit ihrem Partner Johannes Kay im Pas-de-Deux. Bei den Gruppen, die erstmals in diesem Jahr aufeinandertrafen, gewann das Team Fredenbeck (LV Hannover).

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„Ich verspreche mir eine Signalwirkung an die Landesverbände“

Voltigier-Bundestrainerin Ulla Ramge über das Pilotprojekt U21, nationale Weichenstellungen und internationale Zielwettkämpfe

Warendorf. Das Projekt U21 rückt im Voltigiersport immer mehr in den Fokus und nimmt 2021 erstmals richtig Fahrt auf. Seit 2015 gibt es für diese Altersklasse bereits einen eigenen Bundeskader. Spätestens 2023 werden erste internationale Championats-Medaillen vergeben. Hier möchte Deutschland einmal mehr Vorreiter/Vorturner sein – und bietet seinen Athleten dieser Kategorie in dieser Saison eine attraktive Serie, die beim Preis der Besten ihre erste Station erlebte. „Ich bin hoch zufrieden“, sagt Bundestrainerin Ulla Ramge. Die Warendorferin blickt zurück auf den Wettkampf in Warendorf, voraus in die Zukunft – und gibt den ambitionierten U21-Athletinnen wertvolle Trainings-Ratschläge für das entscheidende Technikprogramm.

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WM-Sichtung: Janika Derks setzt Ausrufezeichen und feiert Doppelsieg

Voltigierer präsentieren sich nach langer Pause erstmals in Warendorf / Bundestrainerin Ulla Ramge zufrieden

Warendorf. Nach 16-monatiger Turnierpause sind am Bundesleistungszentrum in Warendorf am vergangenen Wochenende erstmals die besten Voltigierer Deutschlands aufeinandergetroffen. Im Rahmen der diesjährigen Sichtung für die Weltmeisterschaften im ungarischen Budapest (23. – 29. August 2021) fand das erste von drei Qualifikations-Turnieren vor internationalem Richtergremium unter Vorsitz von Dietmar Otto statt. Durchsetzen konnten sich Thomas Brüsewitz (Köln) und Janika Derks (Dormagen) in den Einzelwettbewerben. Derks, die erstmals im Wettkampf einen Rückwärts-Salto präsentierte, machte mit einem zusätzlichen Sieg im Pas-de-Deux mit ihrem Partner Johannes Kay ein herausragendes Comeback im Turniergeschehen perfekt. Bundestrainerin Ulla Ramge zeigte sich zufrieden mit den Leistungen ihrer Schützlinge und mit dem Turnier: „Ich bin sehr dankbar, dass Karin Terharen, die in Warendorf hauptamtlich das Voltigieren begleitet, sich hier als Turnierleitung zur Verfügung gestellt hat und diese Sichtungen ermöglich hat.“

Nach drei Durchgängen – Pflicht, Technikprogramm und Kür – stand Janika Derks mit einer Gesamtnote von 8,135 Punkten in der obersten Spalte der Ergebnisliste bei den Damen. Die 31-Jährige Ausnahme-Voltigiererin vom RSV Neuss-Grimlinghausen hatte zwei der drei Umläufe für sich entschieden. In der Pflicht legte die Rheinländerin mit 8,407 Punkten zunächst stark vor. Im Technikprogramm folgte mit 8,211 Zählern ein weiterer Sieg mit ihrem 18-jähriger Hannoveraner Dark Beluga, longiert von Barbara Rosiny.  Hier setzte sich die Physiotherapeutin sogar mit vier Zehntel vor die Konkurrenz. Lediglich in der Kür musste sich die Silbermedaillengewinnerin der Weltreiterspiele von Tryon 2018 knapp geschlagen geben. Und dennoch hinterließ die Deutsche Meisterin von 2019 auch in dieser Teilprüfung einen bleibenden Eindruck. Erstmals nämlich zeigte Derks im Rahmen ihrer Kür – inspiriert vom Thema und als Gedankenspiel zu „Rote Materie“ – einen frei gesprungen Rückwärtssalto. Diese Höchstschwierigkeit war bislang nur selten im Voltigiersport zu sehen, zuletzt von der Österreicherin Lisa Wild, die es bei der WM 2012 erstmals gezeigt hatte.

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„Das Grundniveau ist sehr hoch“

Kai Vorberg, Bundestrainer Junioren, über die Leistungen der U18-Voltigierer beim Preis der Besten

Warendorf (fn-press). Nach langer Corona bedingter Pause traten am vergangenen Wochenende in Warendorf nun auch wieder die Voltigierer in Aktion. Im Rahmen des „Preis der Besten“ ermittelten die besten U18-Athleten der Bundesrepublik die Teilnehmer der diesjährigen Junioren-Weltmeisterschaften, die nach aktuellem Stand Ende Juli/Anfang August im französischen Le Mans durchgeführt werden. Kai Vorberg, Bundestrainer der Junioren, sprach über seine Eindrücke des Wettkampfes.

Herr Vorberg, wie haben Sie das erste Turnier nach so langer Pause erlebt?

Zu Beginn war mein Eindruck, dass so etwas wie ein Wettkampf für viele Teilnehmer nichts „Normales“ mehr ist. Zumindest hat es sich für viele Athleten sicher nicht mehr normal angefühlt. Die meisten haben aber sehr schnell wieder in den Wettkampf-Modus zurückgefunden. Die Fokussierung auf die Leistung war schnell wieder da. Ich habe auch gemerkt, dass viele Teilnehmer die Zeit der langen Pause sehr gut genutzt haben. Stichwort Technik, Stichwort Abgänge – viele haben sich hier sehr gut weiterentwickelt präsentiert. Es war wider Erwarten gar nicht unbedingt ein niedrigeres Niveau als in den Vorjahren, was man vielleicht im Vorfeld erwartet hätte.

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