Die Finalisten für Dortmund stehen fest

Weltcup-Finale: Voltigier-Elite trifft beim SIGNAL IDUNA Cup in den Westfalenhallen zum dritten Mal zum großen Showdown aufeinander / VoltigierServie ist Medienpartner und bietet 20 % Rabett

Dortmund (VoltigierService). Die Finalisten stehen fest: Nach den Qualifikations-Stationen in Madrid, Paris, Salzburg, Melchelen, Leipzig und Offenburg haben sich die besten Voltigierer der Welt im Wettstreit um den Einzug für den Showdown in Dortmund durchgesetzt. Beim SIGNAL IDUNA Cup vom 22. bis 25. März 2018 werden jeweils sechs Damen und Heren sowie vier Pas-de-Deux ihre Weltcup-Sieger der Saison 2017/2018 küren.

Sicher ist: Dortmund erlebt einmal mehr hochkarätige akrobatische Wettkämpfe. Wie schon im Vorjahr war der Wettstreit um die Tickets in die Westfalenhallen spannend bis zur letzten Minute. Dabei offenbarte sich auch die eine oder andere Überraschung.

Bei den Herren brachten die sechs Stationen fünf (!) Sieger hervor. Jannis Drewell aus Gütersloh, die Trainingspartner Viktor Brüsewitz und Jannik Heiland (beide aus Wulfsen bei Hamburg) und der Franzose Clément Taillez freuten sich jeweils einmal über die maximale Ausbeute von 15 Quali-Punkten. Lediglich die Nummer drei der Welt stand zweimal auf dem obersten Podest: Lukas Heppler gewann – im Übrigen wie schon in der vorherigen Saison – mit seinen Siegen in Madrid und Offenburg das Ranking und reist mit 30 Punkten als Führender nach Dortmund. Bis auf das gute Gefühl und eine Menge Selbstvertrauen bringt dem 24-jährigen Schweizer diese Tatsache aber nicht Zählbares ein. Denn wie in den anderen Pferdesport-Disziplinen beginnt das Titelrennen in der westfälischen Metropole für alle Qualifikanten bei Null.
Brüsewitz (4. Platz der Weltrangliste), der sich in den beiden vorherigen Finals nicht hatte qualifizieren können, geht nach seinem Sieg in Mechelen und Rang zwei in Leipzig ebenso als einer der Favoriten ins Rennen wie sein WG-Partner Heiland. Der Weltranglisten-Sechste gewann die Station in Leipzig und möchte nach Platz drei im Vorjahr beim Weltcup-Finale zur diesjährigen Auflage um seinen ersten Titel mitkämpfen. Zu verhindern versucht dies unter anderem Top-Favorit Jannis Drewell. Der Sportsoldat siegte auf seiner Lieblings-Station in Salzburg und reist als Titelverteidiger nach Dortmund. Taillez, der in Paris triumphierte, stand in der Vorsaison bei allen internationalen Turnieren immer auf dem Podest – unter anderem mit einer Bronzemedaille bei der Europameisterschaft in Ebreichsdorf. „An guten Tagen ist bei diesen fünf Athleten sicherlich alles möglich“, sagt Bundestrainerin Ulla Ramge. Die Warendorferin, die ihre Kindheit und die Anfänge im Voltigieren im Übrigen in ihrer Dortmunder Heimat erlebte, drückt selbstverständlich ihren drei Vertretern des Bundesadlers die Daumen. Außenseiterchancen für Dortmund hat der Ungar Balázs Bence, der Platz zwei in Paris eroberte und vor allem mit seinen Entertainer-Qualitäten zu überzeugen weiß.

Bei den Damen läuft nach den bisherigen Winter-Resultaten alles auf einen packenden Zweikampf zwischen der Nummer zwei und der Nummer sechs der Welt hinaus: Kristina Boe aus dem norddeutschen Hamburg vs. Nadja Büttiker aus dem schweizerischen Lütisburg. Die 29-jährige Unfall-Chirurgin Boe, die sich bei den vergangenen beiden Finals jeweils nur einer Athletin (2016: Simone Jäiser SUI / 2017: Anna Cavallaro ITA) geschlagen geben musste, löste mit zwei zweiten Plätzen in Madrid und Leipzig das Dortmund-Ticket. In der Leipziger Messehalle musste sie sich der Schweizerin Büttiker geschlagen geben. Ein dickes Ausrufezeichen der Athletin aus Lütisburg. Doch auf dem Weg nach Dortmund trafen die beiden Ausnahme-Turnerinnen schließlich am vergangenen Wochenende in Offenburg noch einmal aufeinander – und diesmal setzte Boe ihrerseits ein Ausrufezeichen und sorgte im unmittelbaren Duell für eine kleine Revanche. „Ich habe mich super gefühlt und kann mit einem fantastischen Gefühl nach Dortmund reisen“, sagt die amtierende Europameisterin, die bei allen Qualifikations-Stationen auf verschiedenen Ersatzpferden angetreten war und erst in Dortmund wieder mit ihrem Routinier Don de la Mar auflaufen wird.
Anhand der Vorleistungen wäre alles andere als ein Sieg von Boe oder Büttiker eine kleine Überraschung. Auf dem Papier darf sich aber auch Corinna Knauf (Außenseiter-)Chancen auf den Titel ausrechnen. Die 24-Jährige vom Team Norka des VV Köln-Dünnwald machte mit Platz zwei in Paris und dem Sieg in Mechelen ihr Finale perfekt und traf bislang in diesem Winter weder auf Boe noch auf Büttiker. Zuletzt musste die Rheinländerin aufgrund einer Knie-OP pausieren. Für das Finale möchte die Mannschafts-Europameisterin und Vize-Europameisterin im Einzel von 2015 wieder topfit an den Start gehen.
Komplettiert wird das Feld von der Farnzösin Manon Noel, die mit einem Überraschung-Sieg in Paris und einem hervorragenden dritten Rang in Offenburg überzeugte. Die Niederländerin Carola Sneekes –eigentlich „nur“ auf Platz 25 der Weltrangliste – qualifizierte sich mit Platz drei in Paris und Rang zwei in Mechelen für Dortmund. Die größte Unbekannte in Bezug auf das Finale ist Lisa Wild. Die Österreicherin setzte sich im Wettstreit um Platz sechs hauchdünn durch. Insgesamt vier Athletinnen verbuchten nach dem Abschluss der Qualifikation 20 Zähler. Wilds Trumpf im unmittelbaren Vergleich mit den Schweizerinnen Ilona Hannich und Ramona Näf sowie der Dänin Sheena Bendixen war Rang zwei in ihrer Heimststadt Salzburg. Die 22-Jährige ist die einzige Athletin im Damenfeld, die ein Weltcup-Finale bereits gewinnen konnte. 2015 in Graz sicherte sich die Lehramtsstudentin den Titel der Winter-WM. Zuvor hatte sich die „Salto-Queen“ bereits einen weltweiten Namen gemacht als erste Athletin, die einen frei gesprungen Rückwärtssalto auf dem Pferd auf einem Championat gesprungen war.

Im Pas-de-Deux machten es die großen Favoriten auf den Titel in Offenburg noch einmal unfreiwillig spannend. Torben Jacobs und Theresa-Sophie Bresch vom Team Norka des VV Köln-Dünnwald führten nach ihrem Sieg in Leipzig nach dem ersten Umlauf auch bei den Baden-Classics und waren mit ihrer Kür am Finaltag schon fast durch, als sich ihr Pferd Holiday on Ice plötzlich erschrak und einen Sprung zur Seite machte. Dabei stürzten beide Voltigierer, wobei Jacobs kurzzeitig im Griff hängen blieb. Eine gefühlte Eweigkeit blieb der 25-Jährige zunächst liegen, humpelte dann in die Mitte des Zirkels und entschied sich schließlich, noch einmal aufzuspringen. Bundestrainerin Ulla Ramge: „Das war eine unglaubliche Leistung. Das Duo konnte sich nicht sicher sein, dass es eine Wertung bekommt und diese wiederum war wichtig für die Qualifikation zum Finale.“ Der Einsatz hatte sich am Ende gelohnt: Mit Rang drei in Offenburg lösten die Kölner das Dortmund-Ticket und gehen in den Westfalenhallen nun als klare Favoriten an den Start, da sich die Vorjahressieger Silvia Stopazzini und Lorenzo Lupacchini aus Italien verletzungsbedingt nicht qualifizieren konnten.
Ebenfalls qualifiziert sind die Lokalmatadoren Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes aus dem nordrhein-westfälischen Altena, die in Offenburg ihren ersten Weltcup-Sieg einfahren konnten und dabei auch mit hohen Wertungen glänzten. Hinzu gesellen sich die beiden Schweizer Formationen Zoe Marucchio / Syra Schmid (zwei zweite Plätze in Leipzig und Offenburg) sowie Marina Mohar / Céline Hofstetter.

Die qualifizierten Athleten:

Kristina Boe GER | Nadja Büttiker SUI | Corinna Knauf GER | Manon Noel FRA | Carola Sneekes NED | Lisa Wild AUT

Lukas Heppler SUI | Viktor Brüsewitz GER | Jannik Heiland GER | Clement Taillez FRA | Jannis Drewell GER | Balázs Bence HUN

Theresa-Sophie Bresch / Torben Jacobs GER | Jolina Ossenberg-Engels / Timo Gerdes GER | Zoe Maruccio / Syra Schmid SUI | Marina Mohar / Céline Hofstetter SUI

Anzahl Nationen: 6 (GER 9 / SUI 6 / FRA 2 / NED 1 / AUT 1 / HUN 1)

Allgemeine Informationen

Startberechtigt für den Weltcup sind nur die in der Weltrangliste bestplatzierten Athleten der vorangegangenen Sommer-Saison (jeweils 15 Damen und Herren, die 7 besten Pas-de-Deux) sowie die Vorjahres-Sieger des Weltcup-Finals in den Disziplinen Einzel (Damen, Herren) sowie Pas-de-Deux. Der Weltcup ist aufgeteilt in zwei Phasen: die Qualifikations-Stationen (Madrid, Paris, Salzburg, Mechelen, Leipzig, Offenburg) sowie das Finale in Dortmund. Gezeigt wird jeweils die Kür in zwei Umläufen (Finale: drei Umläufe), wobei der Durchschnitt der Wertnoten die Endnote bildet. Das Zeitlimit beträgt 1 Minute und 20 Sekunden (Einzel) sowie 2 Minuten (Pas-de-Deux). Nur die zwei besten Resultate der Qualifikationen zählen für das Ranking. Verteilt werden pro Qualifikation-Station Punkte an die besten acht Athleten (1. Platz: 15 Punkte / 13 / 11 / 9 / 7 / 5 / 3 / 1). Beim Finale werden jeweils die besten sechs Damen und Herren antreten sowie die vier besten Pas-de-Deux. Die bis dahin erzielten Ergebnisse haben für das Finale keine Bedeutung. Dort wird – getreu den anderen Pferdesport-Disziplinen – von Null gestartet.

Zahlen & Fakten

Der SIGNAL IDUNA Cup in Dortmund 2018 ist Austragunsort des 8. Weltcup-Finals (5. Weltcup-Finale im Pas-de-Deux);
Vorjahres-Sieger: Silvia Stopazzini und Lorenzo Lupacchini (ITA); Anna Cavallaro (ITA); Jannis Drewell (GER/Gütersloh);
erste Weltcup-Saison wurde 2011 mit dem Finale in Leipzig beendet, Siegerin damals: Simone Wiegele vom RSV Neuss-Grimlinghausen (erste und bislang einzige deutsche Titelträgerin), Patric Looser (SUI) – jetzt Trainer und Longenführer im Voltigierverein Köln-Dünnwald;
erstes Weltcup-Saison im Pas-de-Deux: 2013/14 mit Finale in Bordeaux – Premieren-Sieg für Jasmin Lindner und Lukas Wacha (AUT);
Weltcup-Finale wurde bislang viermal in Deutschland ausgetragen (Leipzig 2011, Braunschweig 2013, Dortmund 2016 und 2017), zweimal in Bordeuax / FRA (2012 und 2014) und einmal in Graz / AUT (2015);
die meisten Weltcup-Siege in allen Disziplinen konnte bislang Deutschland einfahren (5), gefolgt von Italien (4), Frankreich und Schweiz (jeweils 3), Österreich (2) und Großbritannien (1).

Zeitplan Weltcup-Finale Dortmund 2018

Das „FEI World Cup Vaulting Final“ in Dortmund beginnt am Donnerstag, dem 22. März 2018 mit dem Warm-up. Am Freitag (23.03.) findet der erste Durchgang aller Disziplinen statt, am Samstag (24.03.) folgen die Finalrunden der Damen und im Pas-de-Deux. Das Finale der Herren ist für Sonntag (25.03.) geplant.

Donnerstag, 22. März 2018
15.45 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – Warm up – Damen
16.15 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – Warm up – Herren
16.45 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – Warm up – Pas-de-Deux
Freitag, 23. März 2018
19.30 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 1. Umlauf – Damen
20.00 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 1. Umlauf – Herren
20.30 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 1. Umlauf – Pas-de-Deux
Samstag, 24. März 2018
11.00 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 2. Umlauf – Damen
11.45 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 2. Umlauf – Pas-de-Deux
Sonntag, 25. März 2018
11.00 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 2. Umlauf – Herren

Medien-Partnerschaft
VoltigierService – betrieben von im|press|ions – wird das Finale in Dortmund als Medienpartner der Escon Marketing GmbH begleiten und die Fans bereits im Vorfeld mit stets aktuellen News, Informationen und Spezial-Aktionen auf dem Laufenden halten. VoltigierService bietet seinen Fans zudem exklusive Tickets mit 20 Prozent Rabett für die Voltigier-Veranstaltungen. Online-Bestellung unter: www.voltigierservice.de