„Ich habe jede Station sehr genossen“ – Jannik Heiland freut sich nach überzeugender Quali auf seine Dortmund-Premiere

24-jähriger Ingenieur aus Hamburg zählt zu den Favoriten bei den Herren /
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Dortmund (VoltigierService). Das FEI Weltcup-Finale der Voltigierer kehrt zurück zum SIGNAL IDUNA Cup nach Dortmund. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr werden die weltbesten Pferdeakrobaten beim Showdown der Winter-Weltmeisterschaft vom 2. bis 5. März 2017 erneut ihre Sieger in den drei Kategorien Damen, Herren und Pas-de-Deux küren. Bei den Herren kündigt sich aufgrund der hohen Leistungsdichte ein denkwürdiges Finale in den Westfalenhallen an. VoltigierService sprach mit „Brüsewitz-Bruder“ und Mitfavorit Jannik Heiland aus Hamburg über seine Premiere in Dortmund.

Sie waren einige Zeit lang nicht ganz oben im Top-Sport dabei. Woran lag das und wie haben Sie sich zurückgekämpft?

Ich denke, dass mehrere Faktoren eine Rolle gespielt haben. Zum Einen ist das Niveau in den letzten Jahren erfreulicherweise sehr stark angestiegen und zugleich stand eine Zeit lang mein Studium im Vordergrund, das ich nicht in die Länge ziehen wollte. Ich wollte aber unbedingt noch einmal besser zurückkommen und habe mich nach meinem Studium umstrukturiert. Ich bin nach Kirchwerder gegangen und habe hier noch bessere Trainings- und Pferdebedingungen. Zudem habe ich mit Krüger Aviation einen Arbeitgeber gefunden, der mich in meinem Sport unterstützt und mir viel Freiraum für das Training und die Wettkämpfe bietet, so kann ich Beruf und Sport super kombinieren und habe im Vergleich zum Studium mehr Zeit für das Training.

Sie gehören zu den „Brüsewitz-Brüdern“, sind aber der Einzige des Trios, der sich für das Finale qualifizieren konnte. Im vergangenen Jahr waren Sie eigentlich immer die Nummer drei ihres Teams. Was ist das für ein Gefühl und wie ist der Support Ihrer Kollegen, die Sie nun überholt haben?

Es ist ein super Gefühl im Finale dabei sein zu dürfen, auch wenn es mir natürlich lieber wäre, wenn Viktor und Thomas auch dabei wären. Aber im Moment ist die Leistungsdichte besonders bei den Herren extrem hoch, sodass wir uns da immer ein wenig abwechseln. Natürlich unterstützen wir uns gegenseitig und sicherlich werden die Beiden auch in Dortmund vor Ort dabei sein.

Wie hat sich der Weltcup der Voltigierer aus Ihrer Sicht entwickelt und weiterentwickelt?

Ich denke sehr positiv. Schaut man sich das Starterfeld von diesem Jahr im Vergleich zu den letzten Jahren an, so ist sowohl die Teilnehmerzahl als auch die Leistungsdichte stark angestiegen, was sehr positiv für unseren Sport und für die Veranstalter ist.

Was sind Ihre schönsten Erinnerungen an die zurückliegende Winter-Saison?

Da ist schwer zu sagen. Ehrlich gesagt habe ich jede Station sehr genossen. Der Auftakt in Madrid war wie ein Abenteuer, da es einfach mal aufgrund der Entfernung eine ganz neue Erfahrung war – im positiven Sinne. In Belgien konnte ich dann meinen ersten Weltcup-Sieg feiern und Leipzig ist aufgrund der besonderen Stimmung auch immer ein einzigartiges Erlebnis. Alles in allem lief die bisherige Weltcup-Saison mehr als zufriedenstellend für mich. Ich hätte mit dem bisherigen Ergebnis im Vorfeld niemals gerechnet.

Was bedeutet das Finale in Dortmund für Sie?

Zu aller erst finde ich es super, dass Dortmund für uns so nah ist, sodass es kein Problem ist, mit den eigenen Pferden dort anzureisen. Hinzu kommt, dass so ein Finale auch immer etwas Besonderes ist, allein die Tatsache, besonders bei der starken Konkurrenz, dort starten zu dürfen, freut und motiviert mich sehr.

Wie lautet die Zielsetzung für Dortmund?

Natürlich möchte ich – und das ist auch mein Ziel – an die bisherigen Erfolge und Leistungen der letzten Weltcupstationen anknüpfen und ganz oben um die Podestplätze mitspielen. Außerdem hoffe ich, dass wir durch ein hochkarätiges Finale eine steigende sowie positive Resonanz beim Publikum und beim Veranstalter erlangen.

Was macht Sie und Ihr Pferd, Ihre Longenführerin und Ihr Team aus? Wo liegen Ihre Stärken?

Sowohl mein Pferd Rockard als auch mein Longenführerin Winnie Schlüter kenne ich schon viele Jahre. Auch wenn es noch keine Ewigkeit ist, fühlt es sich ein wenig so an. Insofern weiß ich, dass ich mich auf das Team verlassen kann, was mir im Wettkampf dann noch mehr Sicherheit gibt.

Zahlen & Fakten
Die Vorjahres-Sieger: Simone Jäiser (SUI/beendete nach Dortmund ihre Karriere), Daniel Kaiser (GER/Delitzsch), Pia Engelberty und Torben Jacobs (GER);
erste Weltcup-Saison wurde 2011 mit dem Finale in Leipzig beendet;
Dortmund 2017 ist das siebte Finale in der Geschichte des Voltigier-Sports;
das Weltcup-Finale wurde bislang dreimal in Deutschland ausgetragen (Leipzig 2011, Braunschweig 2013, Dortmund 2016), zweimal in Bordeuax / FRA (2012 und 2014) und einmal in Graz / AUT (2015);
sechs Damen und Herren und vier Pas-de-Deux sind für das Finale qualifiziert;
Rekord-Teilnehmerin: Anna Cavallaro (immer dabei gewesen);
insgesamt waren 10 Athleten (von 19) aus allen drei Kategorien (Damen, Herren, Pas-de-Deux) schon 2016 in Dortmund dabei;
die meisten Weltcup-Siege in allen Disziplinen konnte bislang Deutschland einfahren (4), gefolgt von Frankreich und Schweiz (jeweils 3), Italien und Österreich (jeweils 2) und Großbritannien (1).

VoltigierService.de ist Medienpartner des Weltcup-Finals der Voltigierer in Dortmund, versorgt die Fans bereits im Vorfeld mit stets aktuellen News, Informationen und Spezial-Aktionen und bietet für alle Voltigier-Fans Tickets mit exklusiven
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(Die Daten werden an den Veranstalter weitergeleitet. Es können nur vollständig ausgefüllte Formulare bearbeitet werden.)

Zeitplan:

Donnerstag, 2. März 2017
Warm Up (freier Eintritt)

Freitag, 3. März 2017
Abendveranstaltung – 1. Umlauf Damen, Herren und Pas-de-Deux
Tra-Volta Show

Samstag, 4. März 2017
Tagesveranstaltung – Finale Damen und Pas-de-Deux
Abendveranstaltung – Tra-Volta Show

Sonntag, 5. März 2017
Tagesveranstaltung – Finale Herren