Erik Oese – das Modell Zukunft

Bekennender Star-Wars-Fan aus Dresden stürmt innerhalb von zwei Jahren den Voltigier-Olymp

Dresden. Vor etwa zweieinhalb Jahren begann der steile Aufstieg des Erik Oese. Bei den Deutschen Meisterschaften 2011 holte der Voltigier vom RFV Moritzburg bei Dresden völlig überraschend Gold – nur eine Woche nach den Europameisterschaften, für die er nicht nominiert wurde. Er schlug sensationell alle deutschen EM-Teilnehmer, machte damit über die Bundesgrenzen hinaus auf sich aufmerksam – und ließ seitdem national und international kaum noch jemanden an sich vorbei.


Erik – Spätstarter mit Nachdruck

Dirk_oese_PortraiIm vergangenen Jahr gelang dem Michael-Jackson-Fan der ganz große Coup: In Le Mans wurde er bei seinem allerersten Championat Vize-Weltmeister. Der Sieg beim CHIO in Aachen in diesem Jahr „gehört zu den schönsten Momenten meiner Laufbahn“, sagt der 26-Jährige, der bei den Europameisterschaften Anfang August im österreichischen Ebreichsdorf erneut den Vize-Titel holte und damit als einer der ganz Großen am Voltigier-Olymp angekommen ist. Bei den Weltreiterspielen im nächsten Jahr gilt Erik Oese als größte deutsche Hoffnung. In der Normandie könnte sich der Pferdeakrobat endgültig unsterblich machen.
Der Stil des Sachsen ist in der Szene einzigartig: Elegant, harmonisch, immer im Flow. Wo viele seiner Kollegen punktuell mit akrobatischen Höchstschwierigkeiten glänzen, begeistert der Sachse auf ganzer Linie mit Anmut und Perfektion im Detail. Beim heimischen Training hält eine Videokamera stets jede Bewegung fest. Die Analysen ziehen sich bis weit in die Nächte hinein. „Erik ist ein hochintelligenter Perfektionist mit einem phänomenalen Bewegungsgefühl und der nötigen Portion Entschlossenheit“, schätzt Bundestrainerin Ulla Ramge den ehrgeizigen Moritzburger ein.
CHIO-Aachen-Seriensieger, Doppel-Welt- sowie Doppel-Europameister Kai Vorberg aus Köln – einer von Oeses größten Vorbildern – sagt über seinen Nachfolger auf nationaler Ebene: „Sein Stil ist die Zukunft des Voltigiersports.“ Sportlich, dynamisch, beweglich und kreativ: Oese, das Modell Zukunft.
Seine Trainingsweise ist zielstrebig und konsequent. Vergleichsweise spät (im Alter von 23 Jahren) gelang ihm der Durchbruch in die Spitze, dafür aber mit Nachdruck. Jeden Tag arbeitet der Pferdeakrobat mindestens eine halbe Stunde an seiner Beweglichkeit. Seine „Nadel“ (180-Grad-Spreizen der Beine) ist legendär und mit viel Schweiß/Fleiß erarbeitet. „Früher war ich ein richtiger Dehnungsmuffel“, berichtet Oese. Aber irgendwann habe er aus Ehrgeiz damit angefangen und gemerkt, dass es einen Effekt hatte. „Dann findet man auch Gefallen daran. Außerdem wird es ja leichter, sich zu bewegen, weil die Widerstände geringer werden. Ich glaube, Dehnung ist sehr wichtig, damit man schön geschmeidig und harmonisch turnen kann.“

Den kompletten Artikel lesen Sie / lest Ihr in der Ausgabe 04/2013 des Aktuellen Voltigierzirkels. Das Fachmagazin des Voltigiersports
kann hier abonniert werden: www.voltigierzirkel.de.

Text & Bilder: Daniel Kaiser


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