Weltcup-Finale Dortmund – Im Portrait: Ilona Hannich (SUI)

Dortmund (VoltigierService). Das FEI Weltcup-Finale der Voltigierer kehrt zurück zum SIGNAL IDUNA Cup nach Dortmund. Nach den erfolgreichen Showdowns in den Jahren 2016 und 2017 werden die weltbesten Pferdeakrobaten beim letzten Akt der Winter-Weltmeisterschaft vom 22. bis 25. März 2018 erneut ihre Sieger in den drei Kategorien Damen, Herren und Pas-de-Deux küren.

Nur die besten sechs Damen und Herren sowie die höchstplatzierten vier Doppel-Paarungen der sechs vorangegangenen Qualifikations-Turniere (Madrid, Paris, Salzburg, Mechelen, Leipzig, Offenburg) dürfen die Reise in die westfälische Metropole – seit jeher eine Hochburg des Voltigiersports – antreten.

Wir stellen die Teilnehmer vor. Heute: Ilona Hannich.

Sie hatte starke 20 Punkte gesammelt – und das Finale zunächst dennoch knapp verpasst. Nach der Absage der Österreicherin Lisa Wild (ebenfalls 20 Punkte) rückt Ilona Hannich aus der Schweiz nun ins Aufgebot der Weltcup-Finalistinnen nach. Damit beendet die 23-Jährige gleich ihre erste Weltcup-Saison mit dem großen Showdown in Dortmund.
Keine andere Athletin hat in diesem Winter einen größeren Aufwand betrieben. Bei gleich vier Qualifikations-Stationen war die Psychologie-Studentin aus Bern angetreten – und bestritt damit die meisten Weltcup-Turniere aller Damen in diesem Winter. Einem vierten Platz in Madrid folgte ebenfalls Platz vier in Salzburg. Rang drei in leipzig stellte das bislang beste Ergebnis für die Eidgenössin dar, ehe bei den BadenClassics in Offenburg zum Abschluss noch ein sechster Platz hinzukam. Damit rangierte Hannich mit drei weiteren Voltigierinnen im Weltcup-Ranking bei 20 Punkten und kam im direkten Vergleich auf den siebten Platz.
Die Weltranglisten-Neunte konnte sich im Laufe der vergangenen Jahre immer weiter in der internationalen Spitze etablieren. Bei der Weltmeisterschaft im französischen Le Mans 2016 rangierte sie noch auf Platz 22. Bei den kontinentalen Titelkämpfen im österreichischen Ebreichsdorf folgte im vergangenen August der Sprung auf den elften Platz, womit sie die Top Ten nur knapp verfehlte. Hinzu kam 2017 der 13. Rang beim CHIO in der Aachener Soers sowie die jeweiligen dritten Plätze bei den hochkarätigen internationalen 3*-CVIs in ihrer Heimatstadt Bern sowie im französischen Saumur.
Von ihrer Nachnominierung zum Weltcup-Finale hat die junge Frau vom Nationalen Pferdezentrum (NPZ) Bern nun in dieser Woche kurzfristig erfahren. „Ich habe bisher nur Gutes von Dortmund gehört und freue mich deshalb sehr, dort starten zu können“, sagt Hannich. Enttäuscht, es nicht direkt in die Endrunde geschafft hatte, war sie aber auch vorher nicht. Hannich: „Bei dem starken Starterfeld mit Voltigiererinnen, die seit Jahren an der Weltspitze sind, wusste ich, dass eine Finalqualifikation nicht einfach wird. Dass es dann so knapp war und wir alle punktgleich rangierten, war für mich eher eine Bestätigung als eine Enttäuschung. Umso schöner, dass es jetzt doch noch geklappt hat.“ Das Turnier in den Westfalenhallen hat für die Schweizerin einen enormen Stellenwert. „Das Finale ist für mich ein absolutes Highlight und ein schöner Abschluss für meine erste Weltcup-Saison. Die Vorfreude ist riesig.“ Ihre größten Stärken? „Ich konnte in der vergangenen Saison auf verschiedenen Pferden recht konstante Leistungen abrufen und damit Flexibilität beweisen“, lautet die Selbsteinschätzung. Auffällig: Ihre Ausdrucksstärke konnte Hannich zuletzt zunehmend mit immer größerer technischer Präzision verbinden.
Ihre bisherigen Höhepunkte ihrer Laufbahn sieht Hannich in der erfolgreichen Teilnahme bei der Europameisterschaft mit ihrem „Herzenspferd“, dem 18-jährigen Fuchs Groupil DL Blancherie CH sowie den beiden Podestplätzen in Saumur und beim Heimturnier in Bern. „Weitere Karrierehöhepunkte waren ganz klar die Weltcup-Turniere, insbesondere der dritte Rang in Leipzig. Für mich sind diese Erfolge eine Zeichen dafür, dass ich auf dem richtigen Weg bin.“ Mit dem Weltcup-Modus hat Hannich schon jetzt eine enge Verbundenheit aufgebaut. „Alle Weltcup-Stationen waren für mich super Erlebnisse und eine Art Belohnung für die bisherigen Leistungen. Die Weltcup-Atmosphäre ist einzigartig und ganz anders als bei den normalen Voltigier-Turnieren. Die Stimmung in den großen Messehallen, das Zusammensein mit den anderen Voltigierern und die verlängerte Kürzeit sorgen dafür, dass man diese Starts einfach genießen kann.“
Die Zielsetzung für Dortmund ist klar: „Ich möchte meine Kür in allen drei Umgängen ausdrucksstark, fließend und sauber turnen. Gleichzeitig nutze ich den Start in Dortmund als weitere Erfahrung in der Konstellation mit Latino v. Forst CH (elfjähriges Schweizer Sportpferd) und Michael Heuer an der Longe, mit denen ich auch in der kommenden Saison einige Turniere bestreiten werde. Wir gewinnen immer mehr Sicherheit zusammen und sind ein starkes Team.“
Über ihre Choreografie zum Thema „Desert Dancer“ verrät Ilona Hannich: „Die Idee zu meiner Kür stammt aus dem gleichnamigen Film, der die wahre Geschichte eines Tänzers erzählt, in dessen Land das Tanzen verboten ist. Dieses Leben der eigenen Leidenschaft möchte ich verkörpern. Jeder sollte dem nachgehen können, wozu er einen inneren Drang fühlt. Aus solcher Echtheit und manchmal auch Verzweiflung entsteht für mich intensiver und ergreifender Ausdruck.“

Zahlen & Fakten
Der SIGNAL IDUNA Cup in Dortmund 2018 ist Austragunsort des 8. Weltcup-Finals (5. Weltcup-Finale im Pas-de-Deux);
Vorjahres-Sieger: Silvia Stopazzini und Lorenzo Lupacchini (ITA); Anna Cavallaro (ITA); Jannis Drewell (GER/Gütersloh);
erste Weltcup-Saison wurde 2011 mit dem Finale in Leipzig beendet, Siegerin damals: Simone Wiegele vom RSV Neuss-Grimlinghausen (erste und bislang einzige deutsche Titelträgerin), Patric Looser (SUI) – jetzt Trainer und Longenführer im Voltigierverein Köln-Dünnwald;
erstes Weltcup-Saison im Pas-de-Deux: 2013/14 mit Finale in Bordeaux – Premieren-Sieg für Jasmin Lindner und Lukas Wacha (AUT);
Weltcup-Finale wurde bislang viermal in Deutschland ausgetragen (Leipzig 2011, Braunschweig 2013, Dortmund 2016 und 2017), zweimal in Bordeuax / FRA (2012 und 2014) und einmal in Graz / AUT (2015);
die meisten Weltcup-Siege in allen Disziplinen konnte bislang Deutschland einfahren (5), gefolgt von Italien (4), Frankreich und Schweiz (jeweils 3), Österreich (2) und Großbritannien (1).

Zeitplan Weltcup-Finale Dortmund 2018

Das „FEI World Cup Vaulting Final“ in Dortmund beginnt am Donnerstag, dem 22. März 2018 mit dem Warm-up. Am Freitag (23.03.) findet der erste Durchgang aller Disziplinen statt, am Samstag (24.03.) folgen die Finalrunden der Damen und im Pas-de-Deux. Das Finale der Herren ist für Sonntag (25.03.) geplant.

Donnerstag, 22. März 2018
15.45 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – Warm up – Damen
16.15 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – Warm up – Herren
16.45 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – Warm up – Pas-de-Deux
Freitag, 23. März 2018
19.30 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 1. Umlauf – Damen
20.00 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 1. Umlauf – Herren
20.30 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 1. Umlauf – Pas-de-Deux
Samstag, 24. März 2018
11.00 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 2. Umlauf – Damen
11.45 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 2. Umlauf – Pas-de-Deux
Sonntag, 25. März 2018
11.00 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 2. Umlauf – Herren

Medien-Partnerschaft & Tickets
VoltigierService – betrieben von im|press|ions – wird das Finale in Dortmund als Medienpartner der Escon Marketing GmbH begleiten und die Fans bereits im Vorfeld mit stets aktuellen News, Informationen und Spezial-Aktionen auf dem Laufenden halten. VoltigierService bietet seinen Fans zudem exklusive Tickets mit 20 Prozent Rabett für die Voltigier-Veranstaltungen.

Online-Bestellung unter: www.voltigierservice.de

weitere Infos unter
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