Weltcup-Finale Dortmund – Im Portrait: Marina Mohar und Céline Hofstetter (SUI)

Dortmund (VoltigierService). Das FEI Weltcup-Finale der Voltigierer kehrt zurück zum SIGNAL IDUNA Cup nach Dortmund. Nach den erfolgreichen Showdowns in den Jahren 2016 und 2017 werden die weltbesten Pferdeakrobaten beim letzten Akt der Winter-Weltmeisterschaft vom 22. bis 25. März 2018 erneut ihre Sieger in den drei Kategorien Damen, Herren und Pas-de-Deux küren.

Nur die besten sechs Damen und Herren sowie die höchstplatzierten vier Doppel-Paarungen der sechs vorangegangenen Qualifikations-Turniere (Madrid, Paris, Salzburg, Mechelen, Leipzig, Offenburg) dürfen die Reise in die westfälische Metropole – seit jeher eine Hochburg des Voltigiersports – antreten.

Wir stellen die Teilnehmer vor. Heute: Marina Mohar und Céline Hofstetter.

Für die Schweiz an den Start gehen Marina Mohar und Céline Hofstetter. Für die 21-jährige Mitarbeiterin auf dem Zivilstands- und Bestattungsamt und die 22-jährige Software-Entwicklerin wird der SIGNAL IDUNA CUP die Premiere an einem Weltcup-Finale sein. Qualifizieren konnten sich die Eidgenössinnen vom Club Harlekin aus dem Kanton Zürich, die erst seit Beginn der Saison 2017 als Pas-de-Deux auflaufen, mit dem vierten Platz im Weltcup-Ranking. Dazu beigetragen hatten jeweils die dritten Plätze bei den Qualifikations-Stationen bei den Amadeus Horse Indoors in Salzburg und bei der Partner Pferd in Leipzig. Bei den BadenClassics in Offenburg landeten die jungen Damen schließlich auf Rang vier. Damit sammelten die Weltranglisten-Siebten insgesamt 22 Punkte. Im Laufe der vergangenen Sommersaison konnte das Duo zahlreiche Erfolge einfahren. Hervorzuheben ist insbesondere der Sieg beim CVI im niederländischen Ermelo. Beim Pfingstturnier in Wiesbaden sowie dem 3*-CVI in Bern freuten sich die Schweizerinnen jeweils über Platz drei. Das Weltcup-Finale in Dortmund wird der Höhepunkt ihrer gemeinsamen Karriere sein. „Es ist für uns eine riesen Freude, ein Teil dieses Finales zu sein. Da wir nicht mit einer Qualifikation gerechnet haben, sind wir überglücklich, dass wir nach Dortmund reisen dürfen“, berichtet Marina Mohar. Aufgrund einer verletzungsbedingten Pause für Céline Hofstetter im Jahr 2016 konnte das Gespann lediglich in der Saison 2017 Turniere bestreiten. Das große Ziel – die Teilnahme an den Europameisterschaften im österreichischen Ebreichsdorf – hatten die Schweizerrinnen jedoch knapp verpasst, da sie zunächst nicht zu den Top zwei Pas-de-Deux des Landes gehörten. „Wir haben uns davon aber nicht nach unten ziehen lassen und fleißig weiter auf die Schweizer Meisterschaft hintrainiert“, berichtet Hofstetter. Das Kämpfen hatte sich schließlich ausgezahlt. Bei den nationalen Titelkämpfen sicherten sich die Athletinnen den Titel. Dies sei zudem der bisherige Karriere-Höhepunkt. Mohar: „Da wir nicht von einer Karriere sprechen können, sondern nur von einer Saison, sind wir sehr stolz, dass wir Schweizer Meisterinnen geworden sind. Ebenso glücklich sind wir über die Platzierung in der Weltrangliste und dass es für uns für die Weltcup-Turniere gereicht hat, sowie die Qualifikation für den Weltcupfinal.“ Die schönsten Erinnerugen an die Winter-Saison sind für die Zürcherinnen im Übrigen gar nicht so sehr die Wettkämpfe, sondern insbesondere die Trainings-Einheiten auf dem heimischen Hof. „Im Gedächstnis ist uns vor allem, dass wir immer unsere Motivation beibehalten haben, egal was uns im Wege stand. Wir haben uns gegenseitig immer angespornt.“ Mit viel Freude haben die jungen Damen in den vergangenen Monaten viele Momente erlebt, die in Erinnerung bleiben werden. Hofstetter: „Schweizermeisterschaft, Auslandturniere, Wiesbaden, Weltcup-Stationen, Weltcupfinal – die gemeinsamen Erfahrungen und Eindrücke, welche wir in dieser Saison gesammelt haben, sind sicherlich Teil der schönsten Erinnerungen.“
Und wie lautet die Zielsetzung für das Weltcup-Finale in Dortmund? Mohar verdeutlicht: „Wir werden in der Sommersaison nicht mehr zusammen antreten und haben in den vergangenen Wochen nur nebenbei einmal die Woche ein Weltcuptraining. Deshalb ist es für uns das Wichtigste, mit Spaß unsere Kür sauber durchzuturnen. Unser Motto ist es, den Weltcupfinal zufrieden zu verlassen. Die Platzierung ist für uns nicht das Wichtigste. Entscheidender wird sein, dass wir mit unserer Leistung zufrieden sein können.“ Antreten wird das Duo dabei nicht wie auf den Qualifikations-Etappen mit dem 15-jährigen erfahrenen Doppel-Pferd Bentley und Longenführerin Rita Blieske, sondern mit Ersatzpferd Saturnus. Der 19-jährige niederländische braune Wallach, der bislang noch nie an einem Weltcup teilnahm, wird an der Longe von Simone Aebi geführt. Die ehemalige Spitzenathletin, die in der Voltigier-Szene bestens bekannt ist und unter ihrem Mädchennamen Jäiser das Premieren-Weltcup-Finale in Dortmund anno 2016 gewann, ist seit wenigen Wochen Mutter einer kleinen Tochter. Überzeugen möchte das Quartett die Richter und das Publikum im Übrigen mit ihrer Kürchoreografie zum Thema „Indianer“.

Zahlen & Fakten
Der SIGNAL IDUNA Cup in Dortmund 2018 ist Austragunsort des 8. Weltcup-Finals (5. Weltcup-Finale im Pas-de-Deux);
Vorjahres-Sieger: Silvia Stopazzini und Lorenzo Lupacchini (ITA); Anna Cavallaro (ITA); Jannis Drewell (GER/Gütersloh);
erste Weltcup-Saison wurde 2011 mit dem Finale in Leipzig beendet, Siegerin damals: Simone Wiegele vom RSV Neuss-Grimlinghausen (erste und bislang einzige deutsche Titelträgerin), Patric Looser (SUI) – jetzt Trainer und Longenführer im Voltigierverein Köln-Dünnwald;
erstes Weltcup-Saison im Pas-de-Deux: 2013/14 mit Finale in Bordeaux – Premieren-Sieg für Jasmin Lindner und Lukas Wacha (AUT);
Weltcup-Finale wurde bislang viermal in Deutschland ausgetragen (Leipzig 2011, Braunschweig 2013, Dortmund 2016 und 2017), zweimal in Bordeuax / FRA (2012 und 2014) und einmal in Graz / AUT (2015);
die meisten Weltcup-Siege in allen Disziplinen konnte bislang Deutschland einfahren (5), gefolgt von Italien (4), Frankreich und Schweiz (jeweils 3), Österreich (2) und Großbritannien (1).

Zeitplan Weltcup-Finale Dortmund 2018

Das „FEI World Cup Vaulting Final“ in Dortmund beginnt am Donnerstag, dem 22. März 2018 mit dem Warm-up. Am Freitag (23.03.) findet der erste Durchgang aller Disziplinen statt, am Samstag (24.03.) folgen die Finalrunden der Damen und im Pas-de-Deux. Das Finale der Herren ist für Sonntag (25.03.) geplant.

Donnerstag, 22. März 2018
15.45 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – Warm up – Damen
16.15 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – Warm up – Herren
16.45 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – Warm up – Pas-de-Deux
Freitag, 23. März 2018
19.30 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 1. Umlauf – Damen
20.00 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 1. Umlauf – Herren
20.30 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 1. Umlauf – Pas-de-Deux
Samstag, 24. März 2018
11.00 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 2. Umlauf – Damen
11.45 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 2. Umlauf – Pas-de-Deux
Sonntag, 25. März 2018
11.00 Uhr – FEI World Cup VaultingTM Final – 2. Umlauf – Herren

Medien-Partnerschaft & Tickets
VoltigierService – betrieben von im|press|ions – wird das Finale in Dortmund als Medienpartner der Escon Marketing GmbH begleiten und die Fans bereits im Vorfeld mit stets aktuellen News, Informationen und Spezial-Aktionen auf dem Laufenden halten. VoltigierService bietet seinen Fans zudem exklusive Tickets mit 20 Prozent Rabett für die Voltigier-Veranstaltungen.

Online-Bestellung unter: www.voltigierservice.de

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