Weltcup-Finale in Bordeaux – die schönsten Impressionen

Anna Cavallaro (ITA), Nicolas Andreani (FRA) und Jasmin Lindner/Lukas Wacha (AUT) heißen die Sieger beim Weltcup-Finale 2013/14 in Bordeaux (FRA). Pascal Duran und Daniel Kaiser haben die schönsten Momente aus Frankreich für voltigierservice.de eingefangen.

Ganz oben standen am Ende zwei Österreicher: Jasmin Lindner und Lukas Wacha aus Tirol sicherten sich den erstmals ausgetragenen Weltcup im Pas-de-Deux und schrieben somit in Bordeaux ein Stück Voltigier-Geschichte. Auf KCM Vaultinghorses Bram setzte sich das rot-weiß-rote Duo mit 8,783 Punkten souverän durch. Damit eroberten die amtierenden Welt- und Europameister nun auch den dritten Titel, den es in dieser jungen Disziplin zu gewinnen gibt. „Es war eine der besten Küren, die wir je gezeigt haben“, freute sich die 18-jährige Lindner. Zudem war es eine der besten Wertnoten, die das Duo bislang kassierte: Herausragende 9,12 Zähler gab es auf die abschließende der drei Darbietungen. Der deutsche Richter Jochen Schilffarth zückte in der Artistik-Bewertung sogar die Maximalpunktzahl von 10,0.

„Heart’s a mess“ lautete der Song, der den Tanz der beiden Ausnahme-Akrobaten begleitete und sogar im Publikum für Zwischenapplaus während der Kür sorgte. „Wir waren erst irritiert, ob Bram das verkraftet, aber er hat sich nicht irritieren lassen. Also entschieden wir uns, einfach weiterzumachen“, erklärte Wacha mit einem Schmunzeln. Die Voltigierer aus der Alpenrepublik halten nun alle drei möglichen Titel des Pas-de-Deux in ihren Händen. Einzig der Lohn für diese Leistung fiel mit 650 Euro Siegprämie etwas dürftig aus und ist dem Aufwand, den die besten Pferdeakrobaten der Welt mittlerweile auf sich nehmen, sicherlich nicht mehr angemessen. Den Misstand sprach Weltmeister Nicolas Andreani zur Pressekonferenz sogar vor versammelter Medienpräsenz an. Wacha und Lindner nahmen es gelassen. Der ideelle Wert der Triumphs blieb ihnen zumindest. „Sie haben verdient gewonnen“, schätzte die deutsche Bundestrainerin Ulla Ramge ein, freute sich aber, dass das deutsche Paar Pia Engelberty und Torben Jacobs aus Köln im Vergleich zur Sommersaison 2013 weiter Boden gutmachte und mit einem hervorragenden zweiten Platz abschloss.

Bei den Einzelvoltigierern konnten die Italienerin Anna Cavallaro und der französische Lokalmatador Nicolas Andreani ihre Vorjahrestitel aus Braunschweig verteidigen. Cavallaro voltigierte auf opulente Opernmusik von Andrea Bocelli zum ungefährdeten Sieg vor der Schweizerin Simone Jäiser. Andreani sorgte vor ausverkauftem Haus (6.800 Zuschauer) als „Albert Einstein“ für Jubelstürme, bezwang seinen Landsmann Jacques Ferrari und wurde anschließend gefeiert wie ein Rockstar. Ganz bitter kam es für die deutsche Equipe: Die amtierende deutsche Meisterin Corinna Knauf (Köln) musste ihre Teilnahme am Finale schon vorher ausbildungsbedingt absagen. Jannik Heiland (Garbsen) verletzte sich in der Warm-up-Runde und konnte den Wettkampf nicht beenden.

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